Am Helfenberg stehen die Reben auf geschichtsträchtigem Untergrund. Unweit von hier verlief im Spätmittelalter der Württembergische Landgraben, der als Zollsperre das Neckartal querte und von Beilstein bis zum Heuchelberg reichte.
Oberhalb der Weinberge ist aus dieser Zeit noch der Wohnturm als Ruine der ehemaligen Burg Helfenberg aus dem
13. Jahrhundert erhalten.
Spuren der Erdgeschichte stecken hingegen im Weinbergboden: Die rötlichen Keupermergel sind ein Hinweis auf das heiß-trockene Klima während der Gesteinsbildung vor 215 Millionen Jahren. Was damals von mächtigen Flüssen abgelagert wurde, ist heute fruchtbarer Untergrund für die Reben der Bottwartaler Winzer.
Der Riesling, zweifellos der König der Weißweine und die wichtigste deutsche Rebsorte, genießt hier auf dem Helfenberg bei 335m ü.NN eine etwas längere Reifephase und kann somit seine volle Aromatik an Apfel, Zitrus und Weinbergpfirsich entwickeln.
Der Riesling kommt bei uns in verschiedenen Qualitätsstufen bis hin zur Auslese, Beerenauslese und alle paar Jahre sogar als Eiswein auf die Flasche.
Weine mit Trauben aus dem Anbaugebiet Helfenberg:

Bild: Jedesto, CC BY-SA 4.0 DEED, via Wikimedia Commons