DAS BOTTWARTAL

“Nichts macht mit einer Landschaft vertrauter, als der Genuss ihrer Weine“. Mit dieser Erkenntnis von Ernst Jünger möchten wir Sie einladen, das Bottwartal zu entdecken.Geprägt wird die Landschaft durch die kalkhaltigen, teils schweren Keuperböden, die den Weinen ihre Fülle und Kraft verleihen. Hinzu kommt der nach Süden gerichtete Verlauf des Tales, das wie ein Trichter die Sonnenstrahlen einfängt und die Wärme an den nach Norden ansteigenden Bergen staut.

Ideale Bedingungen für hochwertige, gehaltvolle Weine. Dies haben offensichtlich auch unsere Vorfahren erkannt. Bereits 950 ist ein Weingarten urkundlich erwähnt, vermutlich wurde jedoch der Weinanbau bereits in der Römerzeit betrieben. Dass dieses Fleckchen Erde schon immer sehr begehrt war bezeugen auch die vielen Burgen links und rechts des Tales.

Heute steht die Gastfreundschaft und die einladende Gemütlichkeit im Vordergrund, die Sie leicht bei den zahlreichen Weinfesten erleben können. Vielleicht erkennen Sie dann auch, warum die Einheimischen vom „Tal der Liebe“ sprechen.


 

Ein paar unserer Hausberge

DER HARZBERG

Tiefgründige und warme Keupermergel, im Rücken durch einen Waldsaum geschützt - bestimmt gibt es keine Trollinger-Rebe in Württemberg, der es am Harzberg nicht gefallen würde.

Als Reblage hat der Harzberg schon vor langer Zeit Gefallen gefunden. Vermutlich lagen die ersten Weinberge des alten Dorfes Bodibura (Bottwar) am Fuße des Harzbergs.

Auch heute noch zählt der Harzberg zu den renommiertesten Reblagen. Zahlreiche Prämierungen der hier erzeugten Weine stehen für die hohe Weinkultur.

Auch mit anderen Graden kann der Harzberg aufwarten. Schließlich steht das Harzberghäuschen mit seinem schmucken Fachwerk nur ein paar Meter neben dem 49. Breitengrad.


 

DER LICHTENBERG

Die Burgherren auf dem Lichtenberg waren schon immer zu beneiden, und das nicht nur wegen der guten Aussicht vom Bergfried der Stauferburg aus dem 12. Jahrhundert. Zu beneiden waren sie schon allein wegen der Rebanlagen mit kräftigen Keuperböden zu ihren Füßen. Nach der Rebflurbereinigung erfolgt im Jahre 1970 wieder die Neuanpflanzung.

Heute stehen hier auf 50 ha vor allem Trollinger, des Weiteren Weiß- und Schwarzriesling, Lemberger, Spätburgunder und Müller-Thurgau. Als Spezialitäten sind noch Muskattrollinger, Gewürztraminer und Acolon im Anbau.


 

WUNNENSTEIN - Berg mit Geschichte

Der Wunnenstein mit einer Höhe von 394 m ist sowohl der höchste, der berühmteste und auch geschichtsträchtigste Berg im Bottwartal.

Vermutlich befand sich auf dem Wunnenstein in vorchristlicher Zeit neben einer gallo-römischen Kultstätte auch ein Adelssitz. In frühchristlicher Zeit wurde an dieser Stelle die Michaelskirche erbaut. Daneben stand seit dem 13. Jh. die Burg der Wunnensteiner, die 1413 zerstört wurde. Einer der Burgherren wurde durch eine Ballade Ludwig Uhlands als „gleißender Wolf von Wunnenstein“ bekannt. Bedeutung erhielt der Wunnenstein im Bauernkrieg, als zu Ostern 1525 der Berg zum ersten Sammelplatz des württembergischen Bauernhaufens wurde, der sich den Großbottwarer Wirt Matern Feuerbacher zum Hauptmann wählte. Herzog Christoph ließ 1556 die Michaelskirche wegen «abergläubischen Missbrauchs» abbrechen. Der Turm blieb noch einige Jahre erhalten. In ihm hing die Glocke „Anna-Susanna“, deren Läuten nach dem Volksglauben den Hagel vertrieb. Der freie Platz vor dem heutigen Aussichtsturm diente bis 1737 als Friedhof für das am Fuße des Wunnensteins gelegene Winzerhausen. 1888 wurde der Aussichtsturm errichtet. Die Namen des Berges und des Ortes Winzerhausen hängen sprachlich zusammen. Sie sind herzuleiten vom mittelhochdeutschen «wunne» = Weide.

Der Blick über das Bottwartal reicht bis zu den Löwensteiner Bergen und ist eines der beliebtesten und schönsten Ausflugsziele der Region Bottwartal. Neben dem Aussichtsturm findet man hier auch Gaststätten zum Einkehren, Wander- und Radwegen, und den 2013 neu aufgelegten WeinErlebnisWeg.

Ferner genießt man am Wunnenstein einen wunderbaren Ausblick über die Region Bottwartal. Außerdem ist der Wunnenstein gerne Veranstaltungsort von Verkostungs- und Ausschankaktionen sowie Weinbergfesten.


 

WEINERLEBNISWEG WUNNENSTEIN

Der WeinErlebnisWeg Wunnenstein bietet viele Informationen, eine schöne Wanderstrecke, gute Einkehrmöglichkeiten und einen einzigartigen Blick über Großbottwar und hinaus.

Der Weinlehrpfad ist am Wunnenstein bei Winzerhausens, einem Ortsteil von Großbottwar.

 

  • Rundwanderweg: 3 km / 4 km über Winzerhausen
  • Gehdauer: rund 1,5 - 2 Stunden
  • Höhenunterschied: 140 m
  • 60 illustrierte Infotafeln zu Wein und Wunnenstein
  • 2 ehemalige Wengertschützenhütten
  • 2 Gaststätten am Weg
  • 1972: Eröffnung des Weinlehrpfad am Wunnenstein
  • 1997: Erneuerung des Weinlehrpfades
  • 2013: Eröffnung des WeinErlebnisWeg Wunnenstein